Plan C // Gedankenchaos einer Planungschaotin

Da steht man nichtsahnend unter der Dusche und zack ist da DIE geniale neue Idee. Ein neues Ziel. Ein neuer Plan. Plan B… oder ist es schon Plan C  ?

„Erstens kommt es anders und zweitens als du denkst“

Manchmal frage ich mich echt, ob es überhaupt Sinn macht Pläne zu schmieden. Andererseits sind Pläne für mich auch in gewisser Weise Ziele und Visionen. Etwas, an dem ich mich orientieren kann. Würde ich ohne Pläne überhaupt vorankommen?

Geben uns Pläne Sicherheit?

Mir fällt oft auf, dass mir meine Pläne zuerst Klarheit und Sicherheit geben.  Geht es dann allerdings an die Umsetzung, bin ich schon das ein oder andere Mal gescheitert und auf einmal war da keine Spur mehr von Klarheit und Sicherheit – eher Unentschlossenheit und das Gefühl mal wieder zu „versagen“.
Ich glaube das liegt daran, dass ich mich extrem schnell in meine Pläne verliebe und dann enttäuscht bin, wenn ich es doch nicht so umsetzen kann, wie geplant.
Fakt ist, dass uns Pläne nur in einer Hinsicht Sicherheit geben: Wir fühlen uns vorbereitet, strukturiert und haben in den meisten Fällen ein klares Ziel vor Augen.
Sicherheit, dass alles so läuft, wie geplant gibt es natürlich nicht.

„Die Planer planen, und das Schicksal lacht drüber“

Der perfekte Plan

Der perfekte Plan ist der, den man jederzeit bereit ist wieder über den Haufen zu werfen.

Ein gutes Beispiel dafür ist meine damalige Weltreiseplanung. Ihr glaubt nicht wie oft ich Abends am Wohnzimmertisch gesessen habe – mit Landkarte und Kalender – und vergeblich (aber begeistert) versucht habe den idealen Zeitraum für unsere Reise zu finden. Jedes Mal wenn mein Freund nach der Arbeit heimgekommen ist, hatte ich einen neuen Plan im Gepäck. Und ratet mal welcher von meinen, sagen wir mal 20 Plänen, am Ende umsetzt wurde? Genau – keiner.
Im Endeffekt haben wir von heute auf morgen beschlossen zu kündigen und es einfach zu machen. Okay, der Zeitpunkt war nicht perfekt, aber wann ist er das schon…

Warum mich Pläne motivieren

Normalerweise ist es so, dass ich zuerst ein Ziel oder eine Vision im Kopf habe. Der Plan ist für mich der Weg dorthin. In meinem Kopf sind Pläne chaotisch – erst wenn ich sie aufschreibe und visualisiere bekommen sie langsam Struktur. Ist der Plan für mich klar und durchdacht, fühle ich mich sicher – sicher, dass ich es schaffen kann an mein Ziel zu kommen.
Geht mal etwas schief oder macht das Schicksal mir einen Strich durch die Rechnung, überlege ich mir etwas Neues. Ist das Ziel noch gleich? Will ich irgendwann dort ankommen? Dann mache ich einen neuen Plan. Solange bis ich es geschafft habe oder das Ziel durch ein anderes ersetzt wurde.

Ist Planen jetzt gut oder eher schlecht?

Ich denke das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Manche Dinge im Leben sollten natürlich geplant werden. Allerdings macht es oft auch Sinn es einfach auf sich zukommen zu lassen.
Mir persönlich macht das Pläne schmieden einfach so viel Spaß, dass ich es wahrscheinlich nie aufgeben werde. Allerdings habe ich in letzten Jahren verstanden, dass man diese Pläne definitiv flexibel betrachten sollte, um sich nicht selbst zu enttäuschen.

Ja, wir können unser Leben planen und entsprechend leben…aber keiner kann nach einem Plan leben.

Was hältst du vom Planen? Bist du auch so ein Planungsmensch wie ich? Lass mir gerne mal deine Meinung in den Kommentaren da 😊

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