6 Denkfehler // Was uns davon abhält, unseren eigenen Lebensweg zu gehen

Warum wir umdenken sollten, um unser Leben so zu leben, wie wir es wollen.

Ich will mein Leben so leben, wie ich es möchte. – Du wahrscheinlich auch, oder? … Leider schaffen es viele nicht ihr Traumleben zu leben. Warum eigentlich? Neben unerwarteten Schicksalsschlägen, auf die wir natürlich keinen Einfluss haben, glaube ich, dass viele Lebensziele und geplante Lebenswege schon an einfachen Denkfehlern scheitern können.
Denkfehler, denen wir manchmal schon in der Schulzeit oder im Studium begegnen.
Wenn wir es schaffen umzudenken, und auf keine der folgenden 6 Denkfehler reinfallen, bin ich mir sicher, dass wir es uns selbst damit ein ganzes Stück einfacher machen, unseren persönlichen, für uns richtigen, Lebensweg zu gehen.

Denkfehler 1:

„Ich kann das doch jetzt nicht einfach hinschmeißen… nach der ganzen Zeit, die ich schon investiert habe“

Ging es dir auch schon mal so, dass deine Entscheidung davon beeinflusst wurde, was du schon in etwas Bestimmtes investiert hast?
Das kann ein Studium sein, in das du schon viel Zeit investiert hast, eine Beziehung, in die du schon viel Energie gesteckt hast oder aber auch ein Kurs, einen Kinofilm, ein Unternehmen oder Sonstiges, für das du bereits Geld ausgeben hast.

Mal angenommen dich erfüllt das was du tust absolut nicht. Du bist dir eigentlich sicher, dass es keinen Sinn macht so weiter zu machen wie bisher… doch dann kommt dieser Gedanke „Ach egal, jetzt habe ich schon so viel investiert. Das kann ich doch nicht einfach wegschmeißen. Vielleicht wird es ja noch besser.“  Und genau das ist der Fehler! Wenn wir uns sicher sind, dass es keinen Sinn macht, warum lassen wir es dann nicht einfach?
Es ist egal, wie viel Zeit, Energie oder Geld wir schon investiert haben. Wenn wir uns dazu entscheiden einfach weiter zu machen, werden wir jede weitere Minute nur noch mehr Zeit, Energie oder Geld investieren.
Aber Stopp – bitte schmeiße jetzt nicht direkt dein Studium hin, nur weil es nicht so läuft – Mache dir vorher Gedanken, was dein Plan B ist & ob es auch wirklich keinen Sinn mehr für dich und deine Zukunft macht.

Denkfehler 2:

„Wenn das alle schaffen, schaff ich das auch“

Da ist dieser Junge, der mit 16 sein eigenes Unternehmen gegründet hat und damit ein Jahr später bereits ein Vermögen verdient hat. Er hat es geschafft.
Das Mädchen, das mit 18 nach New York ging, um als Sängerin durchzustarten, hatte 3 Wochen später einen Plattenvertrag in der Tasche und arbeitet jetzt an ihrem ersten Album. Auch sie hat es geschafft.
Es gibt viele die Erfolg haben.
Animiert vom Erfolg sind wir uns sicher, dass auch wir es schaffen werden.
Doch leider sehen wir oft nicht wie gering die Erfolgswahrscheinlichkeit in Wahrheit ist.
Hinter jedem erfolgreichen Unternehmer, Schriftsteller, Musiker stehen Hunderte oder vielleicht sogar Tausende, die gescheitert sind.
Weil Erfolge generell eher bekannt werden als Misserfolge, überschätzen wir leicht die Aussicht auf Erfolg.
Das soll jetzt nicht bedeuten, dass wir es gar nicht erst versuchen oder total pessimistisch an alle Dinge rangehen sollten. Nur sollten wir uns jeder Zeit bewusst sein, dass es nicht so einfach ist erfolgreich zu werden, wie es vielleicht manchmal scheint.

„It´s always further than it looks. It´s always taller than it looks. It´s always harder than it looks.“

Scheitern wir, kann es sein, dass wir schnell den Mut verlieren. Wir zweifeln an uns selbst, geben auf und entscheiden uns im schlimmsten Fall für einen komplett anderen, einfacheren Weg, der uns auf Dauer nicht glücklich macht.

Was können wir ändern, dass uns das nicht passiert?
Ich versuche immer erst mal an meinen Träumen zu arbeiten, mir ganz genau zu überlegen wie ich sie realisieren kann, plane und versuche mir bewusst zu machen, dass es vielleicht nicht funktioniert. Ich überlege mir im Voraus, was passiert, wenn es nicht klappt. Dann bin ich für (fast) alles gewappnet 😊

Denkfehler 3:

„Ich muss direkt anfangen zu studieren, um keine Lücke im Lebenslauf zu haben“

Klar, keiner hat gerne Lücken im Lebenslauf. Aber es gibt da eine Lücke, die es meiner Meinung nach definitiv Wert ist ein paar Extrafragen im Bewerbungsgespräch zu riskieren. Ein Auslandsaufenthalt.
Eine längere Sprachreise oder ein Praktikum im Ausland ist auf jeden Fall ein klarer Plus-Punkt für deinen Lebenslauf. Aber auch eine Reise, bei der du Erfahrungen sammelst, verschiedene Kulturen kennenlernst, einfach mal aus dem Alltag ausbrichst und die Zeit nutzt, dir darüber klar zu werden was du willst, würde ich als eine Art persönliche Weiterbildung bezeichnen.
Auch ich habe diese Lücke riskiert und für mich persönlich war das die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können.

Falls du wissen möchtest, wie du deinen Auslandsaufenthalt am Besten in deinem Lebenslauf verpackst, schaue mal bei auslandsaufenthalt.org vorbei. Dort habe ich ein paar richtig tolle Tipps gefunden.

Freudensprung am Strand
„Am Anfang braucht man oft Mut, um am Ende glücklich zu sein“

Denkfehler 4:

„Wenn Papa sagt ich soll das machen, wird es schon das Richtige sein“

Nein, ich möchte damit niemanden sagen, dass er sich gegen seine Eltern stellen soll.
Eure Eltern kennen euch, sie haben schon ein paar Jährchen Lebenserfahrung und sehr oft ist ihr Rat tatsächlich der Richtige.
Trotzdem sollten wir nicht immer blind der Meinung unserer Eltern folgen.

Manchmal stammen unsere Träume, Wünsche und Ziele gar nicht von uns, sondern sind uns schon bei der Erziehung eingetrichtert worden. Vielleicht hat es dein Vater nicht geschafft in seinem Traumberuf zu arbeiten und hat dir deshalb unbewusst den Wunsch in den Kopf gesetzt, diesen Beruf zu ergreifen. Oder er hat es geschafft, ist super erfolgreich und möchte gerne, dass du den selben Weg gehst wie er.
Überlege dir, ob deine Wünsche und Ziele wirklich deine Eigenen sind. Willst du so dein Leben führen? Oder lebst du gerade das Leben deiner Eltern?

Ich persönlich habe meine Eltern sehr oft um Rat gefragt, und tue das auch immer noch. Meistens war deren Rat genau der Richtige. Trotzdem habe ich mir alles immer nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Wäre ich davon überzeugt gewesen, dass es der falsche Rat für mich ist, wäre ich ihm nicht so einfach gefolgt.
Wichtig ist, dass wir uns von niemandem einreden lassen, was uns glücklich machen könnte- auch nicht von unseren Eltern. Nur wir selbst können das wissen.

Denkfehler 5:

„Das ist doch unfair. Warum immer ich?“

Auch du hast dich bestimmt irgendwann schon mal ungerecht behandelt gefühlt, oder?
Klar gibt es Situationen, in denen wir von anderen Menschen tatsächlich zu Unrecht angemeckert, schlecht benotet oder anders unfair behandelt werden.
Aber falls du dich fragst, warum immer dir so etwas passiert, überlege mal wie oft du schon NICHT ungerecht behandelt wurdest… Wahrscheinlich um einiges öfter, oder? Das Problem ist nur, dass wir diese Momente nicht so sehr wahrnehmen, wie diese in denen wir uns mies und ungerecht behandelt fühlen.

Ich versuche mich in solchen “Warum immer ich“ – Momenten an ein paar positive Situationen, in denen alles gut gelaufen ist zu erinnern, diese zu wertschätzen und dankbar dafür zu sein.

Aber was machen wir, wenn wir uns absolut nicht mit einer Situation abfinden können, in der wir tatsächlich ungerecht behandelt wurden?
Beim Durchforsten verschiedener Webseiten habe ich das hier gefunden: „Die schriftliche Beschwerde schnitt bei der Bewältigung der negativen Emotionen ab besten ab“  (Prof. Dr. Young Park von der Universität Lübeck.)
Das spannende – es war nicht mal unbedingt notwendig, dass die Beschwerde den Empfänger überhaupt erreicht. Oft reicht es scheinbar schon aus, sich mal alles einfach mal von der Seele zu schreiben… Also ich werde das das nächste Mal auf jeden Fall testen 😊

Denkfehler 6:

„Ohne Dieses oder Jenes kann ich nicht glücklich sein“

Ooh, wer kennt es nicht? „Wenn ich jetzt Millionär wäre, dann könnte ich mir alles leisten was ich möchte und könnte viel glücklicher sein“, „Wenn ich irgendwann endlich meinen Traummann gefunden habe, bin ich glücklich“ oder „Wenn ich endlich mit diesem blöden Studium fertig bin hab ich wieder Zeit zum glücklich sein“ und so weiter.
Also ich muss zugeben, dass ich schon ab und zu so einen Gedanken habe.  Ich versuche ihn mir dann aber direkt wieder aus dem Kopf zu schlagen. Ich finde schon, dass manche Dinge dazu beitragen können, dass wir insgesamt zufriedener sind, aber glücklich können wir auch jetzt schon sein.
Ich bin zum Beispiel glücklich darüber, dass ich lebe, dass ich gesund bin, dass ich so eine tolle Familie habe, dass ich die Möglichkeit habe so viel zu reisen und so weiter …
Mache dein Glück nicht so sehr von allem abhängig!
Wenn ich mal unglücklich bin, versuche ich das einfach zu akzeptieren, ohne mich nur noch weiter rein zu steigern & mir Dinge zu wünschen, die mich dann eventuell glücklich machen könnten.

„Sei nicht unglücklich darüber, dass du gerade unglücklich bist. Das ist nur noch eine weitere Lage Unglück.“

Hast du auch schon den ein oder anderen dieser Denkfehler gemacht? Ich habe mich vor Allem bei den Denkfehlern 1, 2 & 6 schon des Öfteren selbst ertappt 🙈
Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir mal ein Kommentar da lässt.
Und falls du der Meinung bist, dass deine Freunde diese 6 Denkfehler unbedingt kennen sollten, teile einfach den Beitrag auf Facebook. Der Ein oder Andere wird dir bestimmt dankbar sein :-)

Wer jetzt Lust bekommen hat noch mehr Denkfehler zu entdecken, dem kann ich das Buch „Die Kunst des klaren Denkens„* von Rolf Dobelli sehr empfehlen.
Daher kam auch die Inspiration für diesen Blogbeitrag :-)

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